Um bei einer Erfolgsrechnung mehr Informationen zu gewinnen und um den Aufwand/Ertrag der eigentlichen Geschäftstätigkeit von den ausserbetrieblichen, neutralen Aufwände/Erträge abzugrenzen, wird eine dreistufige Erfolgsrechnung erstellt.

Die erste Stufe zeigt die Differenz von Warenaufwand und -ertrag. Dieser Bruttogewinn steht  zur Deckung der Gemeinkosten zur Verfügung. Der Bruttogewinn wird auch Deckungsbeitrag genannt.

Die zweite Stufe zeigt Gewinn oder Verlust aus der eigentlichen laufenden Geschäftstätigkeit. Es werden Aufwände und Erträge berücksichtigt, die in das betreffende Geschäftsjahr gehören und dem Geschäftszweck entsprechen. Dieser Gewinn nennt man Betriebsgewinn (oder -verlust). Die Aufwände aus der zweiten Stufe nennt man auch indirekte Kosten, resp. Gemeinkosten -> siehe Kalkulation

Die dritte Stufe zeigt den Unternehmensgewinn, bei dem auch neutrale Aufwände/Erträge eingerechnet werden. Es lassen sich dabei die folgenden Bereiche aufgliedern:

  1. Nicht betriebstypische Aufwände und Erträge (Liegenschaftsaufwand/-ertrag, Wertschriftenaufwand/-ertrag, Beteiligungsaufwand/-ertrag)
  2. Nicht wiederkehrende Aufwände und Erträge (Aufwände für Prozesse, Umzug, Schäden aus Naturkatastrophen, Jubiläum,…)
  3. Periodenfremde Aufwände und Erträge (Nachträglicher Zahlungseingang von in früheren Jahren definitiv abgeschriebenen Debitoren, Nachholabschreibungen, Auflösung von Rückstellungen aus früheren Jahren)

In der Praxis werden häufig mehrstufige Erfolgsrechnungen erstellt (gemäss Kontenrahmen). Diese feine Aufgliederung gibt der Unternehmensführung wesentlich mehr Informationen und dient damit als Führungsinstrument.

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