Die Verbuchung zwischen Aktiv- und Passivkonten führen lediglich zu Veränderungen in der Vermögens- und Kapitalstruktur, haben aber keinen Einfluss darauf, ob ein Unternehmen Gewinn oder Verlust macht. Die meisten Unternehmen setzen sich zum Ziel, Gewinne zu erwirtschaften. Zum Beispiel werden Dienstleistungen gegen Entgelt dem Kunden bereitgestellt oder aus Rohstoffen werden Fertigprodukte hergestellt und dem Kunden verkauft. Dadurch entsteht für ein Unternehmen ein Ertrag. Das Erstellen der Dienstleistung, resp. dem Fertigprodukt verursacht auf der anderen Seite für das Unternehmen einen Aufwand, da zum Beispiel Löhne an die Angestellten gezahlt werden.

Die unternehmerische Tätigkeit

Die unternehmerische Tätigkeit lässt sich unterteilen in Güter und Dienstleistungen herstellen und Güter und Dienstleistungen verkaufen.

Die Herstellung verursacht eine Abnahme beim Vermögen oder eine Zunahme bei den Schulden. Den Wertverzehr nennt man in der Buchhaltung Aufwand. Beim Verkauf entsteht eine Zunahme beim Vermögen. Diesen Wertzuwachs nennt man in der Buchhaltung Ertrag.

Für jede Aufwand- und Ertragsart wird ein separates Konto geführt, um die einzelnen Aufwände und Erträge besser im Überblick zu behalten. Die Saldi dieser Konten wird am Ende des Geschäftsjahres in die Erfolgsrechnung übertragen.

Buchungsregeln

Da die Saldi der Erfolgskonten (Aufwand- und Ertragskonten) jeweils am Ende des Geschäftsjahres in die Erfolgsrechnung übertragen werden und der Gewinn oder Verlust für die Rechnungsperiode berechnet wird, haben die Erfolgskonten zu Beginn der Rechnungsperiode keinen Anfangsbestand.

aufwand ertrag

Erfolgswirksame und -unwirksame Buchungen

Sobald ein Buchungssatz ein Erfolgskonto betrifft, spricht man von einer erfolgswirksamen Buchung, da diese Buchung einen Einfluss auf den Erfolg hat (positiv oder negativ). Erfolgsunwirksame Buchungen führen zu keiner Veränderung von Gewinn oder Verlust und beinhalten daher im Buchungssatz nur Bilanzkonten (Aktiv- und Passivkonten).

Kaufproblem

Immer wenn ein Unternehmen etwas kauft, stellt sich die Frage, ob nun der Betrag in ein Aktiv- oder ein Aufwandskonto gebucht werden muss. Dabei helfen die folgenden Regeln:

  1. Güter, die dem mehrjährigen Gebrauch dienen (Gebrauchsgüter), werden als Aktiven gebucht, wie bspw. Mobilien, Maschinen, Fahrzeuge etc. Da sich diese Güter im Laufe der Zeit entwerten, muss sich diese Wertminderung auch in der Buchhaltung zeigen (Buchhaltung zeigt immer die Realität). Diese Wertminderung wird in der Buchhaltung als Aufwand erfasst (Abschreibungen).
  2. Gegenstände, die in der Regel für den Verbrauch innerhalb eines Jahres bestimmt sind (Verbrauchsgüter), werden als Aufwände verbucht, bspw. Büropapier, Toner, Werbeprospekte, Reinigungsmaterial etc.
  3. Güter, die für den Wiederverkauf bestimmt sind (Handelsbranche) werden als Aufwände erfasst, bspw. Warenaufwand für den Kauf von Waren und Warenertrag für den Verkauf von Waren.

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